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LebensBilder : Freunde der spanischen Hofreitschule
Prof. Dipl. Ing. Günter Zeman
Die Lipizzaner sind ein Symbol für Österreich und gelten als älteste Kulturpferderasse Europas! Doch wer von uns war schon in der Spanischen Hofreitschule um sie „live“ mitzuerleben? |
 | Hofreitschule Lipizzaner Wien
| Leider war ich erst vor kurzem das erste Mal in dieser wohl weltweit einzigartigen Institution. Wer „Stallgeruch„ schnuppern will, kann das schon am Morgen tun und Pferden und Reitern bei der Morgenarbeit in der barocken Winterschule zusehen. Diese Karten gibt es zu einem erschwinglichen Preis.
Unsere Gruppe hatte jedoch ein besonderes Glück. Wir wurden vom geschäftsführenden Vizepräsidenten der Gesellschaft „Freunde der Spanischen Hofreitschule“ Prof. Dipl. Ing. Günter Zeman geführt und seine Begeisterung sprang sofort auf uns über. Die Gesellschaft der „Freunde der Spanischen Hofreitschule“ unterstützt die Spanische Hofreitschule seit 1966 in den Bereichen, die vom staatlichen Budget nicht erfasst werden. Es gibt Mitglieder aus dem In- und Ausland. Es gibt drei Kategorien von Mitgliedern, die ordentlichen Mitglieder, ihre Aufnahme erfolgt nur über Empfehlung von zwei Vorstandsmitglieder, sowie Förderer und einem Mitgliedsbeitrag von 500€ und Stifter die einen Beitrag von jährlich 3000€ leisten.
Prof. Zeman engagiert sich ehrenamtlich für die weißen Pferde, denn er ist Architekt und hat Gebäude saniert, betriebliche Bauten errichtet und war bis 2008 als freischaffender Architekt tätig. Als Hochschulprofessor hat er an der Angewandten in Wien unterrichtet. Vor mittlerweile 12 Jahren ist er emeritiert und ist nun in Pension. Er erzählt, dass er eigentlich erst sehr spät zu reiten begonnen hat, eigentlich gemeinsam mit seiner Tochter. Auch heute knapp vor seinem 80igsten Geburtstag ist er drei bis viermal wöchentlich im Sattel. Grundsätzlich sei reiten ja ein Sport, den man vom Alter her unbegrenzt ausüben kann. Nur als er voriges Jahr bei einem jagdlichen Geländeritt in Ungarn mitgeritten sei, habe das die Familie nicht so gerne gesehen.
Wenn er aufrecht und mit blitzenden Augen vor einem steht, denkt man nicht an einen Achtzigjährigen und so frage ich nach seinem „Lebensrezept“. Er meint, er habe nicht bewusst ein Lebensrezept, jedoch immer diszipliniert gelebt und seine Verpflichtungen
erfüllt. Beim Essen höre er auf seine Bedürfnisse, esse jedoch wenig Fleisch. Wichtig für ihn ist es immer in Bewegung zu sein. Dies sei auch ein wesentlicher Grund seines Engagements in der Gesellschaft der „Freunde der Spanischen Hofreitschule“.
Sollten Sie mehr Information zur Gesellschaft der „Freunde der Spanischen Hofreitschule“ suchen, dann schauen sie auf die Internetseite www.freunde-hofreitschule.at oder office@freunde-hofreitschule.at.
Unsere Gruppe machte es stolz, dass in der Spanischen Hofreitschule die Tradition seit einigen Jahrhunderten bewahrt wurde. Wenn ich jetzt an Lipizzanern vorbeigehe, die ihre schönen Köpfe aus den neuen Stallfenstern neugierig herausstrecken, dann sehe ich nicht nur wunderbare Tiere, sondern jetzt auch ein Teil österreichischer Geschichte.
Jetzt gehe ich ins Kaffeehaus in der Spanischen Hofreitschule etwas trinken und schaue den Lipizzanern am Laufband zu. Gewissermaßen ein Fitnessstudio und Laufband für die weißen Hengste. Hier trifft sich Geschichte und Gegenwart.
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