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Expressionismus - Überblick
| Die Malerei der Klassischen Moderne entwickelt sich im Spannungsverhältnis zwischen Gegenstands- und Bildform, zwischen Wirklichkeitsnähe und Abstraktion. |
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Matisse hat aus seiner Begeisterung für die Farbe kontinuierlich und in unvergleichlicher Harmonie sein Lebenswerk entwickelt. Picasso und Braqu erneuern das Bild als Formgefüge, indem sie die Form weitgehend von der Gegenstandswiedergabe lösen. Die Verbindung von Form und Farbe bei Delaunay beeinflusst die Maler im Kreis des „Blauen Reiters“: Marc, Macke, Klee. Alle neuen Bewegungen wie „Fauves“, “Die Brücke“, Kubismus und Futurismus haben sich auf die Eigengesetzlichkeit des Bildes besonnen, nicht aber auf Gegenständlichkeit verzichtet. Diesen Schritt vollzieht Kandinsky und verändert damit die traditionelle Kunstauffassung am stärksten. Die Maler des Expressionismus wollen mit ihrer veränderten Formensprache zugleich auch seelische und soziale Erfahrungen vermitteln. Das Spektrum reicht von Marcs Versuch sich in die Natur einzufühlen, und Klees Kunst als Schöpfungsgleichnis, bis zu Beckmanns Großstadtbildern. In Russland und Holland versuchen Künstler, die Trennung zwischen Kunst und Technik aufzuheben. Die Ideen Malewitschs und Mondrians finden Eingang ins Bauhaus, wo Feininger, Klee und Kandinsky lehren. Mit seiner metaphysischen Malerei beeinflusst de Chirico die Surrealisten Ernst, Dali Tanguay und Magritte in Paris, bevor der zweite Weltkrieg die Europäische Szene auflöst und New York zum neuen Sammelpunkt der Kunst wird. Josefine Blaich |
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