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Das Goldbergwerk St. Oswald bei Villach
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In alter Zeit grub man im Oswaldiberg bei Villach nach Golderzen. Die Ausbeute gab reichen Gewinn, die Goldadern der Grube schienen unerschöpflich zu sein. Nicht nur die Herren des Bergwerkes kamen voll auf ihre Rechnung, sondern auch die Knappen hatten teil am Ertrag und bezogen hohe Löhne, so dass sie ein üppiges Leben führen und sich schöne Summen ersparen konnten. Wohlleben macht übermütig. Das zeigte sich auch bei den Bergknappen; ihr Reichtum verlockte sie bald zu ausgelassenen, rohen Scherzen. Unweit des Bergwerkes stand eine unscheinbare Hütte, in der eine fromme, alte Frau ihr Leben fristete. Ihr einziger Besitz war eine Kuh. Diese Frau hatten die rohen Bergleute zur Zielscheibe ihres grausamen Witzes erkoren. |
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Eines Tages schickten sie das Weiblein mit einem Auftrag in die Stadt Villach und benützten die Zeit ihrer Abwesenheit dazu, einen ihrer bösen Streiche auszuführen. Sie zerrten die Kuh aus dem Stall, schlachteten sie und zogen ihr die Haut ab. Die leere Kuhhaut stopften sie mit Stroh aus und stellten das Scheingebilde wieder zur Krippe in den Stall. Boshaft lachend über ihr Bubenstück suchten sie dann das Weite.
Beitrag einer Leserin
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