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Die Türkei bei Bogenfeld
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Als gegen das Ende des 15. Jahrhunderts die Türken Kärnten furchtbar heimsuchten, kamen sie auch in die Gegend des Faaker Sees. Der Volksmund weiß darüber folgende Sage zu berichten: Westlich der Ortschaft Bogenfeld zieht sich ein schmales Tal hin. Dort sollen sich einst die Türken mit einem riesigen Heereslager niedergelassen haben, und von dort aus planten sie einen Angriff auf die nahe Stadt Villach. |
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Aber ein schlauer Villacher Bürger war als Türke verkleidet und der fremden Sprache mächtig in das feindliche Lager eingeschlichen und hörte zufällig von der Absicht des türkischen Heerführers, der den Zeitpunkt des Angriffs durch ein Hornsignal um drei Uhr am Nachmittag festgesetzt hatte. Als er davon erfahren und alles ausgekundschaftet hatte, schlich er sich eiligst aus dem Lager und benachrichtigte davon die Ratsherren von Villach. Man wusste auch, wie die Türken als Heiden das Läuten der Kirchenglocken für eine Mahnung ihres Heidengottes nahmen und sich zur Umkehr wandten.
Quelle: Tschemernjak, 1965, S. 9, zit. nach Sagen aus Kärnten, Hrsg. Leander Petzoldt, München 1993, S. 173 - 175. |
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