Tipps zum Thema "Autokauf im Internet"

Eine ganz spezielle Betrugsform ist der Autokauf im Internet. Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Formen:
•    sie kaufen oder ersteigern ein Fahrzeug oder
•    sie verkaufen ein Fahrzeug im Internet.

Zunächst finden Sie im Internet Ihr Traumauto, noch dazu zu einem günstigen Preis. Sie wollen dieses unbedingt haben und schon beginnen Ihre Fehleinschätzungen. Emotionen und vermeintliche Schnäppchen sind schlechte Ratgeber. Sie kaufen oder ersteigern das gewünschte Objekt und überweisen den geforderten Betrag. Nur das Auto kommt nicht und kommt nicht. Sie wollen sich mit dem Verkäufer in Verbindung setzen, dieser ist für Sie allerdings nicht mehr erreichbar.

In vielen Fällen geben die Verkäufer an, dass sich ihr Auto in Großbritannien befindet und dass sie erst die Zahlung (im günstigsten Fall nur eine Anzahlung) leisten müssen, um in den Besitz dieses Fahrzeuges zu gelangen. Das Fahrzeug gibt es nicht und sie bleiben auf ihren Kosten sitzen. Sie forschen natürlich nach und finden eine Ablichtung eines Reisedokumentes mit Lichtbild vom Verkäufer vor und glauben nun schon sicher zu sein, dass dieses Geschäft in Ordnung geht. Natürlich ist dies nicht in Ordnung, das Bild ist irgendein Bild von irgendeiner Person, der Ausweis verfälscht. Die angegebenen Daten sind keiner existierenden Person zuzuordnen.

In vielen Fällen muss der Kaufpreis über „Western Union“ oder ähnlich funktionierende  Überweisungsfirmen abgewickelt werden. Diese äußerst rasche und praktische Form der Geldübermittlung ermöglicht den Tätern eine sofortige Behebung.
In Großbritannien werden Internetbetrügereien erst ab einer großen Schadenssumme von der Polizei bearbeitet. Also auch keine Hilfe von den Behörden vor Ort.

Zur zweiten Möglichkeit:
Sie wollen Ihr teures Auto verkaufen, finden hier keinen Käufer und bieten es im Internet an. Plötzlich meldet sich ein Käufer, meistens aus Großbritannien und ist bereit, nahezu den vollen Kaufpreis zu bezahlen. Er gibt vor, genau das von Ihnen angeboten Fahrzeug zu suchen und überweist Ihnen einen Scheck, aber nicht nur über den vereinbarten Kaufpreis, nein, deutlich darüber. Sie gehen zur Bank und lösen den Scheck ein. Der Betrag wird auf Ihr Konto gutgeschrieben. Dann erhalten Sie einen verzweifelten Anruf vom Verkäufer oder er schickt Ihnen ein Mail mit dem Bedauern, dass zuviel überwiesen worden sei und bittet Sie den zuviel überwiesenen Betrag per Western Union zu überweisen. Das tun Sie natürlich, heben von Ihrem Konto diesen Betrag ab und überweisen dies wie gefordert. Man tut schon etwas für den Käufer seines überteuerten Fahrzeuges.
Zu spät stellen Sie fest, dass der Scheck gefälscht oder gestohlen war und Ihnen Ihre Bank den  Betrag zurückgebucht hat. Sie bleiben allerdings auf den vermeintlich zuviel erhaltenen und von Ihnen überwiesenen Betrag sitzen.

Daher Vorsicht beim Autokauf im Internet.
•    Ein Fahrzeug und ein Verkäufer aus Großbritannien ist an sich schon verdächtig.
•    Ein zuviel überwiesener Betrag sollte Ihre besondere Aufmerksamkeit hervorrufen.
•    Besonders günstige Autos gibt es kaum.
•    Ein Fahrzeug kauft man nicht, ohne es vorher besichtigt zu haben.
•    Alle Formen von Überweisungen, bei denen es den Tätern leicht und rasch möglich ist das Geld zu beheben, sind zu hinterfragen.

pensionist.at



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