Gut zu Fuß

Was ist beim Schuhkauf zu beachten?
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Unsere Füße haben viel auszuhalten. Um die 120.000 Kilometer tragen sie uns durchs Leben. Manchmal in sehr spitzen oder hochhackigen, engen oder zu weiten Schuhen. In welchen Schuhen fühlen sich die Füße so richtig wohl?

Wichtig: Atmungsaktives Material und flexibles Fußbett

Es gilt: Die Schuhe, die Sie kaufen, sollten bequem sein. Ihre Zehen brauchen genug Platz. Nach vorn sollte mindestens ein Daumen breit Luft sein. Atmungsaktives Material wie Leder sorgt dafür, dass der Fuß nicht schwitzt. Echtes Leder ist elastisch, Kunstleder bleibt dauerhaft starr.

Ein flexibles Fußbett und eine Dämpfung sind optimal, um die Fußmuskulatur zu unterstützen, sagt Orthopäde Burkhard Mai: "Man kann davon ausgehen, dass hochhackige Schuhe und auch Schuhe mit einer hohen Ferse im Regelfall nicht gedämpft sind. Klassisch ist ein Sportschuh, ein Laufschuh, der hat immer eine gute Dämpfung. In jedem Fall sollte man sich den Schuh auf die Erde stellen und mit beiden Daumen die Ferse zusammendrücken, um zu sehen, ob der Schuh etwas nachgibt."

Maximal ein bis zwei Zentimeter Absatz

Am besten sitzen Schnürschuhe oder Schuhe mit einem Klettverschluss, aber sie sind meist nur freizeittauglich. Modische Schuhe haben meist hohe Absätze, aber den Füßen tun maximal ein bis zwei Zentimeter Absatz gut. Alles, was höher ist, schädigt den Fuß, weiß Orthopäde Mai: "Weil dann die Zehen durch die sich ergebende Schräge gequetscht werden und sich dadurch im Laufe der Jahre der gefürchtete Hallux Valgus ergeben kann. Eine Fehlstellung der Großzehen, die etwas nach innen ausgerichtet ist, weil die Zehen nicht genug Platz haben in dem engen Schuh."

Kleine Fußgymnastik sorgt für Ausgleich

Wenn es nun doch ab und zu hochhackige Schuhe sein müssen, weil zum Beispiel ein Tanzabend ansteht: Sorgen Sie dafür, dass Sie Ihren Füßen genug Ausgleich gönnen. Das heißt, möglichst oft barfuß laufen oder Fußgymnastik machen. Wenn Sie ab und zu kleine Papierkügelchen oder Stoffstücke mit Ihren Zehen greifen, wird die Fußmuskulatur gelockert und der Fuß erholt sich.

Viele Menschen haben auch verschieden große Füße. Dann wird der Schuhkauf oft zum Endlos-Marathon. Orientieren Sie sich immer am längeren Fuß. Oft hilft schon eine Einlage, um die Längenunterschiede auszugleichen. Oder man lässt sich im orthopädischen Schuhhandel einen Platzhalter für den kürzeren Fuß anfertigen. Orthopädieschuhmacherin Ellen Raabe: "Er kommt direkt vorne in den Schuh hinein." Diese orthopädischen Platzhalter kosten zwischen 15 Euro und 30 Euro.

Auch der Zeitpunkt des Schuh-Kaufs ist nicht ganz unwichtig. Neue Schuhe kaufen Sie am besten nachmittags, empfiehlt Ellen Raabe: "Morgens sind die Füße in der Regel durch das Liegen abgeschwollen. Aber im Laufe des Tages schwellen die Füße an."

Fazit: Den perfekten Schuh gibt es nicht. Gönnen Sie Ihren Füßen deswegen genug Abwechslung und wechseln Sie alle paar Tage Ihre Schuhe und vor allem die Absatzform. Und gerade jetzt im Sommer laufen Sie ruhig ab und zu barfuß. Damit stärken Sie das Bindegewebe und die Fußmuskulatur.

Informationen von Franziska Klemm

 

Quelle: www.hr-online.de




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