Essen aus dem Kistl

Selbst gezogenes Gemüse, Küchenkräuter oder Beeren zum Naschen: Jetzt ist die richtige Zeit zum Pflanzen und Säen. Die gesunden Vitaminspender gedeihen auch prächtig auf dem Balkon.
Jahr für Jahr mausert sich so manche eintönig graue Loggia zum farbenprächtigen Gemüsedschungel: Da ranken sich Bohnen, Paradeiser und Paprika als grüner Sichtschutz in die Höhe, dazwischen sprießen verschiedene Kräuter und Blumen.
„Der Phantasie und der Experimentierfreude sind keine Grenzen gesetzt“, sagt auch Sabine Seidl von der Umweltberatung. Es braucht nicht viel Platz, um die favorisierten Lieblingssorten zu pflanzen. Große oder kleine Töpfen passen auf jeden Balkon, jede Terrasse oder jedes Fensterbankerl.

Zum Gärtnern fehlen dann nur noch ein bisschen Erde, Wasser, Liebe zu den zarten Pflänzchen und viel Geduld. „Alles was aus biologischer Zucht kommt und ohne Giftspritze wachsen darf, tut dem Menschen gut,“ so Seidl.

Diese kleinen Grünoasen leisten vor allem in betondominierten Großstädten einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität: Sie sind willkommener und gesuchter Lebensraum für Insekten und Vögel, der ihnen gleichzeitig auch als Nahrungsquelle dient.

Damit Sie viel Freude am frischen und essbaren Grün auf kleinstem Raum haben, sollten Sie ein paar Dinge beachten:

Die Lage: Am besten eignen sich windgeschützte Süd-, Südost- und Südwestlagen. Vorteilhaft ist eine leichte Überdachung als Regenschutz. Stichwort Licht, Sonne, Wind, Schatten: Lassen Sie sich vom Experten bei der Auswahl der passenden Pflanzen beraten, damit Ihre Mühe auch Früchte trägt.

Blumen, Sträucher, Kräuter: Bringen Sie Abwechslung ins Kisterl! Probieren Sie statt der klassischen Pelargonien heuer etwas Neues aus. Zum Beispiel eine Mischung heimischer Wildblumen und –kräuter, ihr Lieblingsgemüse wie Paradeiser, Paprika, Zucchini, Mangold, Pflücksalat, Ruccola oder Naschobst wie z.B. Monatserdbeeren. Die duftenden und ungefüllten Blüten locken Hummeln, Wildbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen an.

Samen und Pflanzen: Geben Sie heimischer Bio-Ware den Vorzug – sie sind das regionale Klima gewöhnt und deshalb widerstandfähiger als „Exoten“. Pflanzen und Samen mit Biozeichen unterliegen strengen Kontrollen und müssen hohe Qualitätsanforderungen erfüllen, sind garantiert frei von Pestiziden und Düngemittelrückständen.

Erde und Dünger: Die „umweltberatung“ empfiehlt den Kauf von Bio-Erde oder torffreie Erde mit Umweltzeichen. Organische Dünger wie z. B. Hornspäne, Kompost oder Bio-Flüssigdünger sind die ökologische Alternative zu Kunst-Dünger vorzuziehen, da die Erzeugung der synthetischen Komponenten mit hohem Energieaufwand erfolgt. Zusätzlich zerstört dieser Dünger das ökologische Gleichgewicht des Bodens.

Schädlinge und kranke Pflanzen: Die chemische Keule sollte im Interesse Ihrer eigenen Gesundheit tabu sein, setzen Sie auf Nützlinge oder pflanzliche Stärkungsmittel. Ein kompetenter Experte kann Ihnen bei der Auswahl der geeigneten Mittels helfen.

 

Quelle: www.gesundesleben.at




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