Suchbegriff eingeben
- Tulpen waren einst so wertvoll wie Gold
- Schnecken: Feinschmecker im Anmarsch
- Hanfpalmen vor Nässe schützen
- Die besten Pflegetipps für Engelstrompeten
- Schäden durch Baumwurzeln
- Großer Test: Die besten Kletterrosen
- Funkie: Staude des Jahres 2009
- Tomaten: Kraut- und Braunfäule vorbeugen
- Die neue Lust auf Landleben
- Achtung: Im Sommer keine Vögel füttern oder tränken!
- Buchsbaum selbst vermehren
- Alarm, Ameisen-Invasion!
- Alte Apfelsorten
- Richtig gießen im Sommer
- Natürlicher Pflanzenschutz mit Brennnessel-Jauche & Co
- Stauden und Sommerblumen - Farbenspiel für Prachtbeete
LOGIN
Partner- und Kontaktbörse
Partner- und Kontaktbörse
Tulpen waren einst so wertvoll wie Gold
| Tulpen, diese wunderbaren Frühlingsboten kann man zurzeit in ihrer Vielfalt bewundern. Der Fachhandel bietet sie in allen Farben an und jährlich kommen neue Züchtungen dazu. Kaum jemand denkt beim Anblick dieser wunderbaren Blumen daran, dass sie einst Spekulationsobjekte waren, die über Nacht Leute in den Ruin trieben. Sie waren einst so wertvoll wie Gold. Frauen zeigten den Reichtum damit, dass sie Tulpenzwiebeln an Bändern befestigten und um den Hals trugen. | ||||||||
Tulpen kommen ursprünglich aus dem asiatischen Raum, sie wurden bei uns im 16. Jahrhundert kultiviert. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts trat Clusius, der langjährige Leiter des botanischen Gartens in Wien, eine neue Stelle an der medizinischen Fakultät Leiden an. Mit seiner umfangreichen Sammlung von Tulpenzwiebeln trug er dazu bei, dass die Tulpe so populär wurde, dass ein wahres Tulpenfieber ausbrach. In Holland bleibt von diesem Fieber kaum jemand verschont. Die ansonsten eher als sparsam bekannten Holländer wurden richtiggehend von einer Epidemie erfasst. Im 17. Jahrhundert waren die Vereinigten Provinzen der Niederlande eine Großmacht. Durch den achtjährigen Krieg gegen Spanien und die Pest kam es zu einem massiven Mangel an Arbeitskräften und es stiegen die Löhne. Ein Teil des Reichtums der Kaufleute wurde dadurch weitergereicht. Wohlhabende betrieben Hobbygärtnereien, denn es galt als Statussymbol Gästen seltene Blumen zu präsentieren. Die Tulpe wurde zur Modeblume und erlangte Berühmtheit. Die Preise für die Tulpen stiegen und stiegen. Sogar Spelunken wurden zu Tulpenbörsen umfunktioniert. Angezogen durch die schnellen Gewinne und bescheidenen Wohlstand stiegen auch Handwerker und Bauern in die Spekulation mit dem Tulpenzwiebelhandel ein. Im historischen Roman „Die Tulpenkönigin“ von Enie van Aanthuis wird diese Zeit und dieses Phänomen der Tulpenspekulation beschrieben. Rubens, Rembrandt und Vermeer haben dieses Tulpenfieber miterlebt. Der Tulpenwahn erreichte 1636-1637 ihren Höhenpunkt. Die Tulpenmanie endete schließlich mit einem Desaster. Der Traum vom Reichtum platze in einer einzigen Nacht und stürzte unzählige Menschen in den Ruin. Diese „Tulpenmanie“ wird heute von Wirtschaftsexperten zum Vergleich dafür herangezogen, wenn Anleihen oder Wertpapiere höher gehandelt werden, als ihr Wert ausmacht. Heute sind Tulpen um diese Jahreszeit für jedermann erschwinglich und mein Vorschlag wäre, Banker und Manager sollten sich einen Strauß Tulpen auf den Schreibtisch stellen. pensionist.at |
» zurück













