Schäden durch Baumwurzeln

Ein Garten ohne stattlichen Baum ist eigentlich kein richtiger Garten. Dennoch können die Baumwurzeln für reichlich Ärger sorgen, weil sie Pflasterflächen anheben oder in Leitungen hineinwachsen.
Baumwurzel - © mein-schoener-garten.de
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Baumwurzeln haben die Aufgabe, die Blätter mit Wasser und Nährsalzen zu versorgen. Ihr Wachstum wird hormonell reguliert – mit dem Effekt, dass sie an lockeren, feuchten und nährstoffreichen Stellen ein dichtes Feinwurzelnetz ausbilden, um diese Vorräte zu erschließen. Dabei gehen sie je nach Baumart mehr oder weniger aggressiv vor. Vor allem Weiden, Pappeln und Platanen sind wegen ihres flachen, ausbreitungsfreudigen Wurzelwerks berüchtigt. Sie verursachen die Schäden meist dann, wenn sie keine anderen Ausbreitungsmöglichkeiten haben, denn Wurzeln nehmen immer den Weg des geringsten Widerstandes, also des lockersten Bodens. Den besten Schutz vor Schäden durch Baumwurzeln bietet daher ein ausreichend großer Wurzelraum.

Folgende Schäden können im Straßenraum, aber auch im Privatgarten auftreten:


Anheben von Pflasterflächen
Dieser häufig auch im Garten auftretende Schaden wird vor allem von flach wurzelnden Bäumen verursacht. Die Wurzeln wachsen in das Sand- oder Splittbett hinein, weil diese Schicht gut mit Sauerstoff und Wasser versorgt ist. Durch ihr Dickenwachstum heben sie dann die Pflasterbeläge oder Asphaltdecken an. Vorbeugend sollten Sie Pflasterflächen deshalb immer mit Randsteinen im Betonfundament einfassen.

Schäden an Fundamenten
Wenn der Mörtel bei gemauerten Fundamenten alter Häuser durch jahrzehntelange Kalkauslösung rissig wird, können Baumwurzeln in die Fugen wachsen und Bereiche der Kellerwand sogar eindrücken. Von der Hauswand herabrinnendes Regenwasser fördert zudem das Wurzelwachstum im Gefahrenbereich. Das Fundament muss von außen mit einer soliden Folie abgedichtet und gegebenenfalls stabilisiert werden. Bei Betonfundamenten treten die Probleme nicht auf.

Umwachsen von Leitungen
Dünnere Versorgungsleitungen für Wasser, Gas, Strom oder Telefon werden gelegentlich von Baumwurzeln dicht umwachsen. Durch Winddruck können an den Wurzeln Zugkräfte entstehen, die dazu führen, dass die Leitungen sich bei jedem Windstoß leicht bewegen. Das hat vor allem im öffentlichen Straßenraum gelegentlich schon zu Rohrbrüchen geführt. Das Umwachsen von Leitungen kann man durch gutes Verdichten des Sandbetts und durch den Einbau von Wurzelschutzfolie verhindern.

Einwachsen in Abwasserleitungen
Dieses Problem betrifft Abwasserleitungen, die nicht sauber verlegt wurden oder Risse aufweisen. Insbesondere die früher gängige Konstruktion aus vermörtelten Tonrohren ist dafür anfällig. Das Wurzelsystem der Bäume registriert kleinste Lecks und wächst in diese nährstoffreichen Feuchtigkeitsquellen hinein. Wird das Problem nicht rechtzeitig bemerkt, können die durch das Dickenwachstum auftretenden Druckkräfte dazu führen, dass das Leck mit der Zeit größer wird. Abhilfe schafft eine Wurzelschutzfolie aus festem Kunststoff, mit der die Abwasserleitungen großflächig abgedeckt oder vollständig umhüllt werden.

Im Garten sind Dränagerohre besonders anfällig für Verstopfungen durch Gehölzwurzeln, da sie ringsum offen sind, damit das überschüssige Wasser eindringen kann. Eine Ummantelung aus Kokosfasern bietet dagegen auch keinen dauerhaften Schutz. Das beste ist, Dränageleitungen in der Nähe von Bäumen mit ungelochten Zwischenrohren zu versehen oder die Leitungen an gefährdeten Stellen mit einem PVC-Rohr mit deutlich größerem Durchmesser zu ummanteln.



Quelle: www.mein-schoener-garten.de




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