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Ein hübsches Haus auf dem Land – umgeben von bunten Blumenbeeten und einer großen Wiese mit Apfelbäumen – ist ein Traum, der für viele unerreichbar bleibt. Doch zum Glück lässt sich ein Garten mit ländlichem Charme überall und unabhängig von der Grundstücksgröße verwirklichen – selbst im kleinen Reihenhausgarten mit weniger als 100 Quadratmetern.
Der moderne Landhausgarten bietet Ihnen viele Gestaltungsmöglichkeiten: Sie können ihn formal anlegen, das heißt mit geraden Wegen, mit von Buchsbaumhecken eingefassten Beeten und in Form geschnittenen Gehölzen. Oder Sie wählen für Ihren Traumgarten verspielte Formen und legen einen Rasenweg an, der sich durch üppige Blumenbeete zu einer Wiese schlängelt, auf der ein romantisches Gartenhäuschen steht.
Die Wahl der Formen ist Geschmackssache, vor allem aber eine Frage der Grundstücksgröße. Bei kleinen Gärten bietet sich einen klare, zum Beispiel symmetrische Gestaltung an. Dagegen kommen auf einem großen Grundstück geschwungene, der Natur nachempfundene Wegverläufe und Beetformen sehr schön zur Geltung.
Für Atmosphäre sorgen üppig bepflanzte Beete mit Stauden, Sommerblumen und Rosen. Blütenstauden wie Pfingstrose, Lupine, Margerite und Lilie sind Klassiker im Landhausgarten. Frauenmantel, Storchschnabel und Katzenminze sind passende Partner, die sich auch mal malerisch über die Beetgrenze hinaus auf Wege oder Rasen legen dürfen. Einjährige Sommerblumen wie Schmuckkörbchen, Ringelblumen und Ziertabak bringen für viele Wochen zusätzlich Farbe ins Beet. Ebenso die bunten Dahlien, die in keinem ländlichen Garten fehlen dürfen. Tipp: Besonderes Flair zaubern Akelei, Fingerhut und Königskerze in den Garten. Sie säen sich gerne selbst aus und tauchen Jahr für Jahr an immer neuen Stellen im Beet auf. Dadurch entstehen ungeplante, aber sehr natürliche Pflanzkompositionen.
In einem größeren Garten sollten Sie nicht auf typische Sträucher und Bäume verzichten. Duftender violetter Flieder und weißer Pfeifenstrauch zählen zu den schönsten Sträuchern für den Landhausgarten. Auch Hortensie und Felsenbirne haben einen Platz in Ihrem grünen Paradies verdient. Und wer über ein größeres Grundstück verfügt, der pflanzt einen Apfel- oder Quittenbaum, der nicht nur malerisch aussieht, sondern Ihnen im Spätsommer leckere Früchte schenkt. Steht bereits ein alter Obstbaum im Garten, der kaum noch Früchte trägt, dann können Sie eine weiße Ramblerrose wie ‘Bobby James’ oder ‘Félicité et Perpétue’ dazupflanzen, die sich in der Baumkrone ausbreiten darf.
Die verwendeten Materialien für Terrasse und Wege, aber auch für die Einfassung des Grundstücks und der einzelnen Beete tragen wesentlich zur Stimmung im Garten bei. Für den Landhausgarten gilt: Natur ist Trumpf! Kies oder Rindenmulch sind passende und zugleich preiswerte Materialien, um im Garten Wege anzulegen – auch wenn Rindenmulch regelmäßig erneuert werden muss. Von hoher Lebensdauer sind dagegen Wege aus Naturstein oder Klinker, die im Lauf der Jahre eine schöne Patina bekommen. Besonders hübsch wirken Wege oder eine größere Terrasse, wenn sich zwischen den Steinfugen ein paar Pflanzen wie Glockenblumen ausbreiten dürfen.
Für die Grundstückseinfassung sind Hecken, Holzzäune sowie Flechtzäune aus Weiden- oder Haselruten erste Wahl. Wo zum Nachbargarten hin ein platzsparender Sichtschutz erforderlich ist, können Sie ein Rankgitter aufstellen, bepflanzt mit duftendem Geißblatt oder bunten einjährigen Kletterpflanzen wie Schwarzäugige Susanne, Kapuzinerkresse oder Duft-Wicke. Als Beeteinfassung sind niedrige Buchsbaumhecken der Klassiker. Der regelmäßige Schnitt bedeutet jedoch einen hohen Zeitaufwand, den man berücksichtigen sollte. Pflegeleicht und attraktiv sind Einfassungen aus Gusseisen oder Weidenruten.
Das i-Tüpfelchen ist wie bei jedem Gartenstil die passende Dekoration. Hübsche Accessoires sind Blumentöpfe aus Zink oder Emaille sowie Tierfiguren aus Steinguss wie eine kleine Schar Gänse, die über den Rasen watscheln, oder ein kleines Ferkel, das frech zwischen bunten Blumen hervorschaut. Wer lieber lebendige Gartengäste in sein Reich locken möchte, stellt eine dekorative Vogeltränke auf.
Großes Grundstück: Platz für Stauden und Blütensträucher
Wer über ein größeres Grundstück verfügt (in unserem Beispiel sind es rund 400 Quadratmeter), kann seinen Garten mit Hecken und Rankgerüsten in verschiedene Räume einteilen: An die große Terrasse mit Klinkerpflaster schließt sich ein traditioneller Bauerngarten mit Kieswegen an. Die Beete sind mit Buchshecken eingefasst. Dort blühen im Sommer Stauden, Sommerblumen und würzige Kräuter.
Ein duftender Pfeifenstrauch und eine rot blühende Weigelie schirmen das Grundstück rechts vom Haus zum Nachbargarten ab. Hinter der Hainbuchenhecke steht ein Gartenhaus mit Kaninchenstall. Größere Sträucher sowie kleinkronige Bäume wie Flieder, Felsenbirne, Quitte und ein Apfelbaum verbreiten dort ländliches Flair. Parallel zur Hecke verläuft eine breite Staudenrabatte. Romantische Stimmung verbreitet der Sitzplatz unter der Pergola mit der duftenden Kletterrose ‘Sympathie’.
Kleines Grundstück: Klare Linienführung
Für den etwa 70 Quadratmeter großen Reihenhausgarten bietet sich eine symmetrische Gestaltung mit Formgehölzen und geschnittenen Hecken an. Üppige Beete mit Lupine, Pfingstrose, Salbei und Storchschnabel rahmen die Terrasse ein und lassen den Garten nicht zu streng wirken. Auch zwei Rank-Obelisken mit gelbem duftendem Geißblatt haben einen Platz gefunden.
Vier Buchskugeln betonen den Übergang von der Terrasse zur Rasenfläche, in der ein rundes Sommerblumenbeet mit Buchseinfassung die Blicke auf sich zieht. In den Beeten beiderseits der Rasenfläche blühen Rosenstämmchen. Reiche Blüte versprechen Sorten wie ‘Leonardo da Vinci’ und ‘Botticelli’. Katzenminze und Steppen-Salbei sind passende Partner. Eine kleine Laube aus geschnittener Hainbuche lädt zum Verweilen ein und ermöglicht einen ganz anderen Blick auf den Garten. Links und rechts der Laube stehen zwei große Ligusterkugeln.
Qulle: www.mein-schoener-garten.de |