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Wenn sich Haushaltsschädlinge wie Motten und Co. eingenistet haben, heißt es rasch handeln – aber auch die Nerven bewahren. Und möglichst auf den Gifteinsatz zu verzichten. Ingrid Tributsch von "die umweltberatung": „Die in den Produkten enthaltenen Wirkstoffe sind oft schädlicher als die „Schädlinge“ selbst. Viele sind nicht nur für die ungebetenen Gäste, sondern auch für Menschen und Haustiere giftig und stellen nicht zuletzt eine Belastung für die Umwelt dar. Es gibt viele „gute, alte Hausmittel“, die fliegendes oder krabbelndes Ungeziefer wieder vertreiben.
Für die Betroffenen ist es ein schwacher Trost, aber es entspricht der Realität: Oft hat die Schädlingsplage gar nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Vielmehr werden die lieben Tierchen sozusagen als blinde Passagiere – an Bord diverser Lebensmitteln – mit den Einkäufen nach Hause importiert.
Tipps gegen die Ameisenplage
- Auch die "Späher", also einzelne Ameisen, fangen und aus der Wohnung entfernen.
- Topfpflanzen, die Sie vom Garten in die Wohnung bringen, auf krabbelnde Bewohner absuchen.
- Mögliche Schlupflöcher mit Klebeband, Kitt, Silikon oder Gips verschließen.
- Ameisenstraßen mit dem Staubsauger mehrmals hintereinander aufsaugen. Danach den Staubbeutel entleeren (das ist bei geflügelten Amiesen oft schon ausreichend).
- Gläser mit Honigresten, Zuckerwasser, verdünntem Likör oder Marmelade als Lockfallen aufstellen und wegtragen.
- Ameisenstraße mit Seifenlösung abwaschen und mit Zitronensaft oder einigen Tropfen eines ätherischen Öles (z.B. Lavendel, Zitrusöle,...) beträufeln, oder mit stark riechenden Pflanzen oder Gewürzen bestreuen (z.B.: Lavendel, Thymian, Paradeiserblätter, Zitronenschalen, gemahlener Zimt, Kaffee, Eukalyptusblätter, Nussblätter, Minze, Gewürznelken, Chilipulver,...). Wichtig: Regelmäßig erneuern!
- Man kann auch Salz, Backpulver, Diatomeen-Erde oder eine Backpulver- Staubzucker-Mischung auf die Ameisenstraße streuen.
- Temperatur in Kellern und Nebenräumen unter 20°C halten.
- Wenn der Befall länger dauert, Ameisen von Fachleuten bestimmen lassen.
- Im Freien versuchen, das Ameisennest umzusiedeln: Tonblumentopf mit Holzwolle füllen und über den Bau stülpen. Die Ameisen ziehen meist ein und können nach einigen Tagen mit dem Gefäß weggetragen werden.
- Borax-Köderdosen kaufen oder eine Borax-Staubzucker-Mischung (1:1) in Köderdosen füllen. Nur an für Kinder und Haustiere unerreichbaren Stellen aufstellen.
- Ameisensprays, die chemische Insektizide enthalten, sind nicht empfehlenswert!
- In gut beheizten Häusern können auch die tropischen Pharaoameisen vorkommen, sie sind nur 1,5–2,5 mm groß, honiggelb, mit dunkler Hinterleibsspitze. Sie können Krankheiten übertragen, daher ist ein Befall an das Gesundheitsamt zu melden.
Tipps gegen Motten & Käfer
Wichtig ist vor allem beim Kauf von Getreideprodukten, dass die Verpackung intakt ist. Feine Löcher können Fraßlöcher sein, Mehlspuren im Regal sind möglicherweise Bohrmehlreste. Spinnfäden verraten Mottenbefall.
Die Larven fressen sich durch Kunststoff und dünne Kartons oder quetschen sich durch nur lose verschlossene Schraubdeckel. Sie fressen Getreidekörner, Müsli, Mehlwaren, Schokolade, Nüsse, Hülsenfrüchte, Kekse, trockenes Tierfutter und und und.
Im befallenen Produkt finden sich Gespinste und Kotkrümel. Zur Verpuppung wandern die Larven in Ritzen, hinter Tapeten oder Regalbretter der Küchenschränke.
- Obst, Nüsse und Trockenfrüchte sollten nicht offen herumstehen.
- Nicht zu große Mengen an Lebensmitteln, insbesondere Vollkornprodukten, einlagern und lange Lagerzeiten vermeiden. Zuerst Gekauftes auch zuerst verbrauchen.
- Vorräte kühl und trocken in dicht schließenden Behältern lagern, regelmäßig kontrollieren. In Getreidevorräte kann man Lorbeerblätter stecken.
- Ritzen und Spalten in den Küchenmöbeln mit Kitt oder Silikon abdichten, kein Schrankpapier verwenden.
- Vorratsschränke und -behälter regelmäßig reinigen, Brösel und Brotreste beseitigen.
- Fugen und Wandleisten sowie die Abflussvorrichtungen für Abwasch oder Geschirrspüler hin und wieder überprüfen.
- Befallene Lebensmittel wegwerfen – am besten gleich in die Mülltonne außerhalb der Wohnung.
- Im Umfeld der befallenen Lebensmittel gelagerte, aber nicht sichtbar angefressene Packungen zur Sicherheit für einige Tage in die Tiefkühltruhe legen (unter –10°C), oder im Backrohr auf mindestens 60°C erhitzen.
- Nach einem Befall den Vorratsschrank ausräumen, gründlich mit Essigwasser auswaschen, und alle Ritzen gründlich absaugen, um auch die Eigelege zu erwischen.
- Leimfallen mit Pheromonen aufstellen.
Quelle: www.gesundesleben.at |