Muntermacher für müde Augen

Wer zu viel, zu lange und zu intensiv liest, der merkt nach einiger Zeit dass seine Augen gerade wieder einmal Schwerarbeit leisten. Das ist dann der ideale Zeitpunkt für ein kurzes Entspannungsprogramm! Damit der Blick klar und ungetrübt bleibt, hier einige Übungen für Zwischendurch.
 

Pausen machen
Das ist der wichtigste Tipp: Immer wieder - jede Stunde oder alle zwei Stunden - für zwei bis fünf Minuten unterbrechen ist effektiver als eine einzige lange Pause.

Blinzeln

Flattern Sie - auch vorm Computer - immer wieder kräftig mit den Lidern! Intensives Blinzeln für 30 bis 60 Sekunden verteilt die Tränenflüssigkeit gleichmäßig. Beim konzentrierten Lesen wird viel zu lange gestarrt, die Augen trocken aus.

Palmieren
Reiben Sie sanft Ihre Hände warm und legen Sie die Handflächen auf die geschlossenen Augen. Genießen Sie die entspannende Wirkung von Dunkelheit und die Wärme für mindestens eine Minute.
Scharf stellen

Halten Sie einen Zeigefinger in rund 15 Zentimeter Abstand vor die Nase, den anderen etwa 30 Zentimeter. Jetzt schauen Sie erst zum einen Finger, stellen richtig scharf und schwenken dann den Blick langsam zum anderen Finger. Wieder scharf stellen. Fünf Mal.

Für Fortgeschrittene: Suchen Sie sich vier oder fünf Gegenstände in unterschiedlicher Entfernung, die Sie nacheinander anstarren. Machen Sie drei bis fünf Durchgänge und steigern Sie das Tempo von Mal zu Mal.

Langsame Kreise
Am besten wirkt die Übung, wenn sie in Superzeitlupe gemacht wird. Augenkreisen im Uhrzeigersinn, achten Sie darauf so gleichmäßig wie möglich zu kreisen. Fünf Mal, dann die Richtung wechseln.
Schwierig: Nur die Augen bewegen!

Gerade auf den Sessel setzen, rutschen Sie eventuell bis zur Kante nach vorne und richten Sie die Wirbelsäule auf. Der Blick ist gerade nach vorne gerichtet, suchen Sie sich ein Ziel in Augenhöhe, zu dem Sie immer wieder zurückkehren. Beide Füße stehen hüftbreit auf dem Boden, die Arme liegen entspannt auf dem Schoß. Wichtig: Das einzige, was sich bewegt sind die Augen!

Schauen Sie so tief wie möglich nach unten (fünf bis zehn Sekunden) und sehen Sie anschließend gerade nach vorn zu ihrem Fixpunkt (fünf bis zehn Sekunden).

Schauen Sie weit nach oben (fünf bis zehn Sekunden) und blicken Sie erneut geradeaus (fünf bis zehn Sekunden).

Sehen Sie nach rechts (fünf bis zehn Sekunden), dann wieder nach vorne (fünf bis zehn Sekunden).
Blicken Sie nach links (fünf bis zehn Sekunden) und erfassen Sie anschließend Ihren Referenzpunkt (fünf bis zehn Sekunden).

Zwei Koordinationsübung
In der Mitte beginnen: Kopf nach links drehen, gleichzeitig schauen die Augen nach rechts! Kopf nach rechts drehen, Blick wandert nach links. Je fünf Mal.
In der Mitte beginnen: Kopf nach oben heben, Augen schauen nach unten, Kopf nach unten senken, Augen schauen nach oben. Je fünf Mal.
Baumeln lassen: Die Hängematte
Bequem hinsetzen oder wenns geht auch kurz hinlegen. Augen schließen, eventuell mit einem Taschentuch oder Schal abdecken, damit es richtig finster ist. Dann stellen Sie vor, wie Sie die Augen in eine Hängematte legen und sie ganz tief in die Augenhöhlen sinken. Versuchen Sie sich vorzustellen, dass Ihre Augen sich richtig reinhängen. Bleiben Sie bei diesem Bild für ein paar Atemzüge oder auch drei Minuten.

Fühlt sich gut an: Die Schlafbrille
Bequem sitzen oder liegen, Augen schließen. Rollen Sie beide Zeigefinger ein und verwenden Sie das zweite Fingerglied als "Massagefläche" für die folgende Übung. Beginnend am inneren Rand der Augenbrauen, also bei der Nasenwurzel, streichen Sie jetzt sanft die Knochenlinie entlang bis zum anderen Ende der Augenbraue, gleichzeitg ausatmen.

Dann setzen Sie die Zeigefinger unter den Augen beim Nasenflügel an und fahren die knöcherne Kontour entlang nach außen, gleichzeitig ausatmen. Zehn Wiederholungen.
Suchen Sie sich ein paar Übungen aus, die Ihnen gut gefallen und bauen Sie sie möglichst oft in Ihren Alltag ein.

 

Quelle: www.gesundesleben.at




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